Sonnenuntergang in Panglao mit Schiffen im Vordergrund, ruhiges Meer, rote Sonne mit schöner Wolkenstimmung, Transformoon Symbolbild für Blog-Beitrag "der Körper folgt, die Seele führt: Wenn Zufall zum Plan wird"

Der Körper folgt, die Seele führt: Wenn Zufall zum Plan wird


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Ich habe heute Morgen Reiki gemacht für mich und gefühlt, dass sich vieles lösen wollte. Die Wirkung von Reiki ist bei verschiedenen Menschen sehr unterschiedlich, bei mir selbst zeigt es sich oft durch Traurigkeit. Ich muss dann weinen. Das ist auch heute Morgen passiert, doch es hat sich gut angefühlt, denn jedes Mal, wenn wir etwas durchleben, ist es dann wie weg. Oder wie Neale Donald Walsch so schön ausgedrückt hat:

«Das, was wir anschauen, verschwindet. Dem, dem wir uns widersetzen, bleibt.”

Wenn wir ständig vor unseren eigenen Tiefen davonrennen, dann türmen sie sich auf, immer mehr, bis sie uns eines Tages überschütten und wir fast nicht mehr herauskommen. Deshalb ist es so wichtig, bei sich zu sein, täglich, und zu fühlen: Wie geht es mir heute? Wie fühle ich mich? Und dann gehe diesem Gefühl nach und durchlebe es, egal was es ist: Freude, Trauer, Wut – Gefühle sind da, weil sie durchlebt werden möchten. Deshalb haben wir diesen physischen Körper. Er ist das Vehikel, durch das Gefühle zum Ausdruck gebracht werden möchten, wie heute Morgen, als ich auf einmal sehr traurig wurde und Tränen fliessen wollten. Danach habe ich mich viel leichter gefühlt. Ich verbrachte sicher rund eine Stunde in diesem Zustand der Stille, des Hinhörens und es hat sich angefühlt, als wäre ich meiner Seele ganz nahe.

Die Form folgt der Energie: Lass dich führen

Irgendwas hat mir dann gesagt: Raus jetzt mit dir. Also habe ich mein Apartment verlassen und machte mich auf den Weg. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau, wohin es mit mir gehen sollte. Und das ist das interessante daran. Seit ich mich jeden Tag mit meiner Seele verbinde – sei das durch Reiki, Meditation oder einfach nur pure Präsenz – umso mehr spüre ich, dass ich von Innen geführt werde. Es ist dann nicht mehr so, dass ich mir Dinge im Aussen suche, von denen ich denke, dass ich da hingehen sollte. Es ist vielmehr so, dass die Dinge auf einmal zu mir kommen. Alles was es dazu braucht? Vertrauen. Vertrauen, dass es schon gut geht und dass die Seele ihren Weg kennt.

Es ist unsere Seele, die eine Erfahrung auf dieser Welt machen möchte. Der Körper ist bloss das Vehikel, durch das sie sich ausdrücken möchte. Wenn wir also im Einklang mit unserem Seelenplan leben wollen, dann müssen wir der Seele folgen, nicht dem Körper. Es ist die Seele, die den Körper in Bewegung setzt und sagt: «Los jetzt», nicht umgekehrt.

Früher bin ich jeweils in blinden Aktionismus verfallen, wenn mir im Aussen alles zu viel wurde. Ich habe mich manchmal nahe an den Burnout getrieben. Ich dachte mir, mach noch das oder noch das. Und warum? Weil ich die Verbindung zu meinem tieferen Innen so stark verloren habe. Ich war total abgeschnitten von mir selbst. Ich habe nur funktioniert, in der Materie und versucht, dort irgendetwas zustande zu bringen. Es hat mich sehr unglücklich gemacht.

Die Form folgt der Energie, nicht umgekehrt. Wenn wir also eine Veränderung in der physischen Welt sehen möchten, dann müssen wir diese Veränderung zuerst in uns selbst schaffen, in unseren Gedanken, unseren Gefühlen.

Und ich weiss, das tönt sehr einfach. Es ist aber eine tägliche Herausforderung. So schnell werden wir vom Alltag wieder eingeholt und verlieren den Bezug zu uns selbst. Was mich zum eigentlichen Thema bringt, und was ich euch erzählen wollte:

Erleuchtung in der Buchhandlung

Heute Morgen hatte ich eben dieses Tief, was mich dann überhaupt dazu veranlasst hat, mir Zeit für mich und meine Reiki-Praxis zu nehmen. Als meine Seele mir zurief: «Raus mit dir!» schnappte ich mir meinen Scooter und fuhr los. Auf einmal fuhr ich an einem Gebäude vorbei, auf dem stand «Books». Und hier in Panglao gibt es wirklich so gut wie keine Buchhandlungen – ich glaube, es gibt gar keine?

Irgendetwas in mir hat dann gerufen, da musst du hin! Also bin ich umgedreht und bin zu dieser Buchhandlung gefahren. Ein kleiner Raum im Obergeschoss eines unfertigen Gebäudes, der Zugang erfolgte über eine Aussentreppe. Ein strahlendes Gesicht begrüsste mich und sie schaute mich an, als würden es nicht viele Seelen hierher schaffen.

Ich schlenderte durch diese Buchhandlung, die mehr ein Raum voller Bücher war als eine typische Bücherei. Bevor ich dort eintrat, wusste ich, dass ich hier eine Antwort finden würde auf meine Orientierungslosigkeit. Meine Seele hat mich hierher geführt, also wird es hier irgendeinen Hinweis geben.

Es tönt lustig, doch manchmal fühlt es sich an wie ein Spiel. Deine Seele spricht ständig zu dir und sendet dir Hinweise. Wir müssen nur hinhören, dann nehmen wir sie wahr. So war das auch heute.

Ein Buch mit dem Titel «Escaping from Eden» erregte meine Aufmerksamkeit. Ich blätterte darin. Der Autor dekonstruiert die Bibel und macht eine Neuinterpretation der Genesis-Geschichte, indem er Vergleiche anstellt zu verschiedenen Zivilisationen wie den Sumerern oder dem antiken Griechenland. Er verbindet theologische Analyse, vergleichende Mythologie und Geschichte und lässt daraus etwas Neues entstehen. Er versucht also, das Sichtbare mit dem Unsichtbaren zu verbinden. Als ich etwas darin umherblätterte, ging mir innerlich wie ein Licht auf.

Ich musste an das Buch von Neville Goddard denken, «Interpretation of Scripture», das ich vor rund einem Jahr studiert habe – und ich sage studiert, weil man ein solches Buch nicht lesen kann, solche Bücher wollen studiert, nicht gelesen werden. Er dekonstruiert dabei ebenfalls die Bibel und versteht sie mehr als psychologisches Handbuch. So sieht er beispielsweise die biblischen Figuren als Aspekte unseres Bewusstseins und nicht als historische Personen, die Geschichten in der Bibel selbst sind dabei Metaphern für innere Transformationen und die Idee Gottes entspricht dabei der Vorstellungskraft des Menschen. Es ist ein geniales Buch, das ich allen empfehlen kann.

Nun, mein Herz ging auf, als ich darin blätterte, weil mir bewusst wurde, dass das genau der Grund ist, warum ich jeden Morgen aufstehe, weil ich fühle, dass da so viel mehr ist, als wir mit unserem Verstand erfassen können. Die physische Welt als solches ist derart begrenzt. Die unglaublichsten Erlebnisse habe ich in der Meditation, ganz in der Stille, tief in mir drinnen. Dieses tiefe Wissen, dass es da mehr gibt, lässt mich jeden Morgen aufstehen und gibt mir Kraft, weiterzugehen. Das ist es, warum ich hierhergekommen bin. Das war es zumindest, was ich in diesem Moment von meiner inneren Stimme vernommen habe.

Flashback in die Kindheit

Ein Blick weiter und ich sah ein Buch mit dem Titel «A bear called Paddington». Wer kennt ihn nicht, den Paddington-Bär?

Buch "a bear called Paddington" in einer Buchhandlung in Panglao, roter Einband

Und sofort musste ich zurück an meine Kindheit denken. Paddington-Bär war mein Vorbild. Ich wusste, eines Tages möchte ich wie Paddington durch die Welt reisen. Irgendwann habe ich diesen Wunsch vergessen oder aufgegeben, weil ich geglaubt habe, dass das nicht möglich ist, weil man doch einen festen Job benötigt und doch nicht einfach so durch die Welt reisen kann.

Als ich vor rund zwei Jahren das erste Mal alleine nach London reiste, hatte ich mein Apartment im Distrikt «Paddington». Da kam alles wieder hoch. All die Wünsche, die ich hatte, als ich noch ein kleines Mädchen war. Wie Paddington durch die Welt zu reisen. Im Fotoalbum gibt es sogar noch ein Bild von mir mit einem kleinen Koffer, meinem Plüsch-Hasen und einem Strohhut.

So bin ich jeden Sommer umher gelaufen. Ich wusste schon damals: Ich bin eine Reisende. Meine Mutter hat mir erzählt, ich lief jeweils aus dem Haus die Strasse runter und wollte weg.

Die Seele kennt den Plan. Als Kinder sind wir rein, wir hinterfragen nicht, wir folgen einfach dieser Intuition.

Die reine Seele des Kindes

Lange habe ich diese Verbindung zu mir selbst nicht gehabt. Glücklicherweise habe ich sie wiedergefunden. Ich weiss, ich habe dieses kleine Mädchen sehr lange warten lassen, doch wie sagt man so schön: «Besser spät als nie.» Meine Seele will reisen, sie will frei sein, sie will die physische Welt und die spirituelle verbinden, eine Einheit schaffen. Und das tue ich jetzt. Jeden Tag. Es ist das einzige, das sich richtig stimmig anfühlt. Jeder und jede von uns hat einen Plan – wir haben ihn vielleicht nur aus den Augen verloren, weil wir zu beschäftigt waren in der physischen Welt. Doch es geht darum, dass du dich erinnerst. Wir sind hier auf der Welt, um uns zu erinnern: Warum sind wir hierhergekommen?

Manchmal müssen wir uns nur zurückerinnern. Als Kinder sind wir rein. Frage dich:

Was wollte die kleine Version von dir?
Wofür hast du gebrennt?
Womit hast du dich beschäftigt?
Wo geht dir das Herz auf?

Jedes Mal, wenn du dieses Gefühl purer Freude verspürst, spricht die Seele zu dir. Höre hin und folge ihr. Sie kennt den Weg.

Astrologie als Wegweiserin

Mir persönlich hat die Astrologie stark dabei geholfen, zurück zu meiner Seele zu finden, indem ich mein eigenes Geburtshoroskop analysiert habe. Das Geburtshoroskop ist ein Abbild des Kosmos zum Zeitpunkt deiner Geburt. Es zeigt den höheren Plan. Die Energien der Planeten wirken genau in diesem Moment auf dich ein: Es ist ein einzigartiges Ereignis und wir können das mittels der Astrologie lesen. Auch Meditation und pures Sein im gegenwärtigen Moment sind Dinge, die mir täglich helfen, mich zu verankern und die Verbindung zu meinem Inneren zu spüren.

Es gibt einen Plan

Ich habe also dieses Buch gekauft, «Escaping from Eden» und wusste, du musst darüber schreiben. Schreibe einen Artikel. Also ging ich ins nächste Coworking-Office, das ich finden konnte, öffnete meinen Laptop und hier sitze ich nun und schreibe diese Zeilen. Es geht nicht nur darum, zu erleben, was du erlebst, sondern lass andere Leute wissen, dass sie nicht alleine sind, wenn sie ähnliches erleben. Deshalb schreibe ich diese Zeilen.

Ich glaube, sehr viele Menschen erleben ähnliche Dinge, vielleicht nicht auf täglicher Basis, doch tief innen spüren sie, dass da mehr ist, dass da etwas ist, was die bisherige Wissenschaft noch nicht erklären kann. Du bist nicht alleine, wenn du solche Dinge erlebst. Teile mir deine Erfahrungen auch gerne in den Kommentaren.

Zurück zum Buchshop: Ich habe dieser netten Dame beim Bezahlen dann noch gesagt, dass es gut wäre, wenn sie ein Schild am Strassenrand platzieren würde, wo man direkt beim Vorbeifahren sehen würde, dass hier eine Buchhandlung sei. Ich bin nämlich schon dutzende Male hier vorbeigefahren, doch habe nie irgendetwas von «Bücher» gelesen. Zuerst dachte ich, das sei nur deshalb, weil die Buchhandlung nur oben am Gebäude beschriftet ist. Wer schaut beim Fahren auch in den Himmel? Ich. Heute. Warum heute und nicht die dutzende Male davor? Zufall? Daran glaube ich nicht. Nun ja: Sie hat sich bedankt für diesen Hinweis. Hoffentlich werden es bald mehrere Reisende in ihre Buchhandlung schaffen.